Meine Sizilienreise
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Zwischenfazit

Fast genau einen Monat bin ich jetzt von zu Hause weg, davon drei Wochen in Palermo. Nach einem Monat, so habe ich mir das zumindest vorgestellt, bin ich braun gebrannt und kann schon sehr gut italienisch sprechen. Und wenn ich dann an Weihnachten für ein paar Tage nach Hause komme, beeindrucke ich alle damit, wie italienisch ich doch schon geworden bin. Naja.. die Wirklichkeit sieht dann doch ein bisschen anders aus.

Aber abgesehen von der Sprache und der Hautfarbe, fühle ich mich schon fast wie eine Sizilianerin. Die Orientierung in Palermo klappt mittlerweile bei mir (der Platz, wo wir immer feiern gehen heißt Vucceria und endlich habe ich das auch mal gecheckt), und meine deutsche Ordentlichkeit und Ungeduld nimmt auch beträchtlich ab (was jeder bemerkt, der mein Zimmer betritt). Während ich mich zu Anfang noch über Essensprobleme aufgeregt habe, nehme ich es nun etwas gelassener. Das Leben in Palermo bzw. Italien hat einen ganz eigenen Rythmus, den man erst versteht, wenn man eine Weile dort bleibt (selbst nach einem Monat habe ich mich noch nicht ganz daran gewöhnt). Wenn man 'jetzt' sagt, meint man 'gleich'. Wenn man 'gleich' sagt, meint man 'morgen' und wenn man "ich werde das und das tun" sagt, meint man 'nie'. Mein Bruder hat mir vor meiner Reise ein Buch mit Kurzgeschichten über Sizilien geschenkt, in dem folgendes steht:

"Dann endlich dämmerte uns wieder, dass einem 'domani' zwar skrupellos als die analoge Vokabel für das deutsche Wort 'morgen' beigebracht wird, in Wirklichkeit aber ein Synonym für 'irgendwann' ist und manchmal auch für 'wahrscheinlich nie'."

Ich denke das Zitat erklärt es ganz gut. Ich habe mich also an den Rythmus und die tatsächlichen Wortbedeutungen einigermaßen gewöhnt, nur in einem Punkt bin und werde ich niemals Italienerin werden. Jeden Tag Pasta! Ich frage mich immer wieder, wie die Italiener das machen. Dadurch dass ich seit sieben Jahren Vegetarierin bin, weiß ich wie man auf sein Essverhalten achtet und wie man bewusst auf etwas verzichtet. Aber hier auf Pasta zu verzichten (mindestens für ein paar Tage) ist eine Monsteraufgabe. Italien ohne Pasta ist wie Deutschland ohne Regeln. Nicht zu trennen.. Ich ziehe also als Zwischenfazit: Wenn ich an Weihnachten nach Hause komme, bin ich so braun gebrannt wie ein Fisch, weiß, dass 'domani' 'nie' bedeutet und habe 8 Kilo zugenommen.

Auf der Arbeit läuft es dafür sehr gut. Gestern haben wir mit den Jungs Italienisch gelernt und am Samstag waren wir bei einem ihrer Fußballspiele (4:2 gewonnen yeah). Wir haben Geburtstag gefeiert, gekocht, Fußballschuhe gekauft und deutsche Wörter beigebracht. Mal muss man als Streitschlichter fungieren, mal als Übersetzer oder als Lehrer und mal einfach als Kumpel, mit dem man abhängen kann. Gerne hätte ich einen Einblick in die Dokumente und wüsste, wie der ganze Organisationskram funktioniert. Wir werden da auch sicher nochmal nachfragen.

Fußballspiel

Heute ist schon wieder Donnerstag (bzw. kleiner Freitag, wie ihn neulich jemand genannt hat), das heißt Wochenende in Sicht. Da ich aber eh jeden Tag erst um 2 Uhr anfangen muss zu Arbeiten, macht das für mich keinen sehr großen Unterschied. Trotzdem freue ich mich auf das Wochenende, weil wir da zum Halbfinalfußballspiel von den Jungs gehen, den Geburtstag von einem Kumpel feiern und auf den Markt gehen (da kann ich dann meine italienischen Verhandlungsfähigkeiten üben). Außerdem steht noch eine Touri-Tour und eine Berg-Besteigung an.

 Barbesuch


Kathedrale von Palermo

Liebe Grüße aus Palermo nach Deutschland (und auch nach Bali, Amerika und Afrika!<3) 

 

1.10.15 11:21
 
Letzte Einträge: Sommersehnsucht und ein kleiner Funken Nostalgie, Marzo pazzo (der verrückte März)


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